Klares Statement: Mike Müller gegen NoBillag

Der Schauspieler und „Bestatter“ Mike Müller setzt sich gegen die NoBillag-Initiative ein.

Vom „Blick“ zu seinem Engagement befragt, sagt Müller:

«Für mich war es sofort klar, dass ich zusage. Für mich ist es wichtig, sich für die Medienvielfalt einzusetzen. Serien wie ‹Bestatter› würden als erste begraben bei einer Annahme der Initiative. Die lassen sich nur über Gebühren finanzieren.»

Dass das SRF seinen Mitarbeitern kürzlich nahelegte, sich punkto No Billag zurückhaltend zu verhalten scheint Mike Müller nicht zu stören und er betont, ihm habe niemand aus dem Haus verboten, sich zu engagieren:

«Ich bin ja auch nicht angestellt, sondern unabhängig. Und mir ist wichtig, dass ich mich als Unabhängiger äussern kann. Aber klar, betroffen bin ich als Darsteller des ‹Bestatters› natürlich, das gebe ich zu.»

Dass einige Politiker wie z. B. CVP-Präsident Gerhard Pfister kürzlich forderten, SRF-Mitarbeiter müssten sich im Kampf um NoBillag zurückhalten, kontert Mike Müller souverän. Auf 20min betont der Schauspieler, dass er nie bei der SRG angestellt war und derzeit auch nicht als Selbständigerwerbender für den Betrieb arbeitet. «Ausserdem wird in der Schweiz nur politisch entmündigt, wer eine Strafe absitzt. Das ist bei mir derzeit nicht der Fall.»

Und an die Adresse von CVP-Präsident Gerhard Pfister meint er treffend: «Wenn die CVP fortan bei Geschäften zum Gesundheitswesen oder zu Rüstungsexporten in den Ausstand tritt, weil ihre National- und Ständeräte von diesen Branchen alimentiert werden, halte ich sofort die Klappe.»

Ebenfalls auf 20min begründet Mike Müller sein Engagement gegen NoBillag ausführlicher und sagt, dass man über den Service public streiten solle und müsse. «Schweizerdeutsche Serien wie ‹Wilder› oder ‹Der Bestatter› lassen sich aber nur mit Gebühren finanzieren. Private oder ausländische Anbieter können Serien für einen so kleinen Markt nicht finanzieren.» Die Frage stelle sich also: «Wollen wir uns das leisten? Die Frage kann man mit guten Argumenten verneinen. Ich fände es schade, zugegebenermassen als Macher, aber eben auch als Zuschauer.»

Quellen: Blick, 20min

 

 

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