Wovor verschliessen die No-Billag-Initianten die Augen?

Vor den fundamentalen Unterschieden zwischen öffentlich-Rechtlichen Medien und voll privatisierten Radio- und TV-Stationen.

Einer dieser Unterschiede ist, dass öffentlich-rechtliche Medien wie die SRG einen Leistungsauftrag haben, voll kommerzialisierte Medien aber nicht.

Ein Punkt in solchen Leistungsvereinbarungen ist zum Beispiel die geforderte Universalität.

Ingrid Deltenre hat die Universalität  in einem Artikel knapp auf den Punkt gebracht:

„Öffentlich-rechtliche Medien haben den Auftrag, ein Programm für wirklich alle Menschen im Land zu machen, unabhängig davon, ob sie aus kommerziellen oder politischen Gründen attraktiv sind. Jede und jeder muss das Programm im ganzen Land auf den relevanten Plattformen empfangen können.“ (Quelle)

Das bringt es auf den Punkt: Rein kommerzielle Sender werden nur im Progamm haben, womit sich ausgiebig Werbegelder abholen lassen. Das schliesst viele Menschen und Aktivitäten aus. Dafür haben die No-Billag-Initianten entweder kein Sensorium oder sie schliessen diesen Teil der Schweiz bewusst aus.

P. S:

Ingrid Deltenre wurde im Januar 2003 zur Direktorin des Schweizer Fernsehen DRS gewählt, war von 2005 bis 2010 Präsidentin des Verwaltungsrats der Produktionsfirma tv productioncenter zürich ag und von 2010 bis 2017 Leiterin der Generaldirektion der European Broadcasting Union in Genf.

 

 

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