No-Billag = abhängige Medien = einseitige Berichterstattung

Wenn es die SRG nicht gäbe, müsste man sie erfinden. Danke der 75%igen Finanzierung durch Gebühren ist die SRG unabhängig vom Staat und auch resistent gegen Druckversuche der Werbekunden.

Wird die No-Billag-Initiative angenommen, schaffen wir diese Unabhängigkeit ab.

Privatsender sind abhängig von Werbekunden und richten ihre Sendeinhalte weitgehend nach dem aus, womit sie Werbegelder bekommen können.

Privatsender sind abhängig von ihren Sponsoren und Investoren. Das sind Personen oder Firmen, die entweder eine Gewinnausschüttung erwarten oder eine politische Agenda verfolgen und ihre Botschaften unter die Leute bringen wollen.

Durchkommerzialisierte oder einseitig politisierte Privatsender sind nicht in der Lage, ausgewogene Information für eine direkte Demokratie wie die Schweiz mit ihrer Vielfalt an Sprachgebieten und Regionen zur Verfügung zu stellen. Insbesondere die Berg- und Randgebiete drohen nach einer Annahme der No-Billag-Initiative zur Informationswüste zu verkommen. Über regionale Probleme und regionale politische Fragen wird dann kaum mehr oder nur noch einseitig informiert.

Dass die No-Billag-Initianten uns die von ihren herbeigewünschten Privatsender als „frei“ verkaufen wollen, ist eine dreiste Irreführung. Profitieren würden hauptsächlich in- oder ausländische Medienmogule. Berlusconi-TV oder Fox-News-Propagandaschrott wären schädlich für die Schweiz.

Die Initianten wollen den Artikel 93 Absatz 2 der Bundesverfassung abschaffen, der von den öffentlich mitfinanzierten Sendern eine ausgewogene, sachgerechte Berichterstattung verlangt. Warum wollen sie das?

Die Initianten wollen auch die Unabhängige Beschwerdeinstanz abschaffen, bei der man  kostenlos eine Beschwerde einreichen kann, wenn man sich von einer Sendung unfair behandelt oder dargestellt sieht. Warum wollen sie das?

Ja zu Artikel 93 Absatz 2!

ja zur unabhängigen Beschwerdeinstanz!

Nein zu Oligarchen-TV!

Nein zu No Billag!

 

 

 

 

 

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