No-Billag: Was geschieht, wenn der Markt sich durchsetzt…..

Die No-Billag-Initianten setzen im Medienbereich auf den Markt. Sagen sie. In Wirklichkeit sind sie widersprüchlich. Sie verbieten zwar Gebühren und Subventionen, regen aber da und dort „Fördergelder“ an. UiUiUi….

Aber was würde geschehen, wenn sich im Medienbereich voll die Bedürfnisse des Marktes durchsetzen?

Der Tages-Anzeiger hat diese Frage Alexander Kluge gestellt, dem grossen alten Mann des deutschen Fernsehens:

„Dann erstickt die Öffentlichkeit. Weil es den Markt nicht kümmert, ob eine faire, gehaltvolle Debatte möglich ist oder nicht. Das zeigt das Beispiel Italien, wo ein kaputtes, privatisiertes Medien­system Silvio Berlusconi hervorbrachte. Das zeigt das Beispiel USA, wo ein kaputtes, privatisiertes Mediensystem Donald Trump hervorbrachte. Seit den Griechen und ihrer Agora gilt: Keine Demokratie ohne verlässliches Forum. Wenn die Schweiz nun darüber abstimmt, ob sie sich einen öffentlich-rechtlichen Sender leisten will – dann stimmt sie letztlich über die Luft ab, die sie atmet.“

Keine Demokratie ohne verlässliches Forum…..

An einer anderen Stelle sagt Alexander Kluge:

„Eine Demokratie kann nicht auf Öffentlichkeit verzichten. Und es gibt nun mal keine Öffentlichkeit ohne Leitmedien. Sender wie die ARD oder das SRF sind zum Glück noch immer gross und wichtig genug, um die Funktion eines Leitmediums erfüllen zu können. Was sich etwa daran zeigt, dass die Leute in Krisenfällen trotz aller Kritik eben doch wieder den öffentlich-rechtlichen Sender einschalten. Schlicht, weil sie nach verlässlicher Information suchen.“

Quelle: https://www.tagesanzeiger.ch/wer-kultur-missachtet-hat-spaeter-probleme/story/25151043

 

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